Lager Wer semmr Was hemmr verlebt Wer isch wer Kärra Was zom gucka Mostbäure Dr Vere Bergfest Mittelbuch Wolfegg 2008 Wolfegg 2009 Räuber Weiber Impressum Soldata Fuhrleit ond Reiter Henker Raiberwaga Gfängniswaga Loidrwaga Kendrwaga Urle schöner Fritz einäugiger Fidele Baste Condeer Bometshauser Schneiderle Roter Metzger Bregenzer Seppel drecketer Bläse Günzburger Sephe Posamentirers Resel Agathe Gebhard Günzburger Creszenz Agnes Gebhard Crescentia Gebhard Ottile Schemmerberger Waldburg Urschel dreckete Mutter andere Seida Kendr Musik Gruppenbilder Wolfegg 2009, die Wanderung Wolfegg 2009, das Fest Wolfegg 2009, im Lager Was isch Nui Schütza 2009 Schütza 2010 Vorseer Stallbesen 2010 Dietrich 2010 Jojo Riedel und Filies 2010 Sondergalerie Bärte Sondergalerie alte Bilder Wer semmrEine Beschreibung der Gruppe von Viia Ottenbacher aus der Festschrift zum 25 jährigen Jubiläum der Gruppe im Jahr 1994,,... Ein Leben voller Wonne!"Seit dem mit großem Fragezeichen versehenen ersten Auftrittder Räuberbande des Schwarzen Veri im Schützenfestumzug1969 gab es kein Aufhalten der Gruppe mehr. In den letzten25 Jahren sind die Räuber, Weiber und Kinder, Soldaten undMusiker ein fester und wichtiger Bestandteil des BiberacherSchützenfestes geworden.Unter der Regie von Pharmazierat und zweitem Schützen-direktor Gerhard Rothenbacher wurde die Gruppe von denanfänglichen sieben Räubern und sechs Weibern mit demDreiergespann der Drecketen Mutter immer um ein Stückchen erweitert. Anfang der siebziger Jahre kamen die Soldaten, der Malefizschenk und Henker samt Gefängniswagendazu. 1974 spielte zum ersten Mal eine Musik im Lager, undaus dem anfänglichen Quartett ist nun eine Gruppe von achtMusikern geworden; 1979 tanzten die Weiber den ,,Einser,,,der über die Jahre um weitere vier Tänze ergänzt wurde; zeit-weise lief ein Ratschreiber im Umzug mit; zum Jahrgänger-abend und zu den Umzügen kam1974 der Donnerstagabendhinzu: Einige Jahre auf dem Viehmarktplatz, dann Saumarkt,Ehinger-Tor-Platz und zuletzt auf dem Alten Postplatz.Heute zählt die Gruppe zehn Räuber, zehn Weiber, sechsSoldaten mit einem Reiter, Malefizschenk und Henker sowiePlanwagen und Gefängniswagen mit Fahrern. Nach wie vorhält sich die Gruppe an die historische Überlieferung derGeschichten um die Räuberbande des Xaver Hohenleiter,Schwarzer Veri genannt, der Anfang des 19. Jahrhunderts miteiner Bande von weiteren fünf Gaunern und zugehörigenWeibern in Oberschwaben sein Unwesen trieb. 1819 wurdedie Bande dann gefangengenommen und der Räuberhaupt-mann fand ein jähes Ende durch Blitzschlag im Ehinger Tor.Die Verfilmung dieses Räuberlebens durch den SüddeutschenRundfunk 1993, mit den Mitgliedern der Biberacher Schwarz-Veri-Gruppe, zeigte durch gelungene Texte und szenischeDarstellungen das Räuberwesen nach historischen Vorlagen,ohne Glorifizierung und Fälschung.Die.Kostüme der Gruppe wurden nach der Darstellung derRäuberbande in den Ölgemälden von Johann Baptist Pflug vonWilly Witzgall entworfen und von Schneider Huber genäht. MitEugen Benz fuhr G. Rothenbacher nach Bad Wurzach, um eingeeignetes ,,Weibsbild" für die Figur der Drecketen Mutter zusuchen, das in der Person von Erika Amsler gefunden wurde,die in den folgenden 20 Jahren das Bild und den Geist derGruppe prägte.Vor den Umzügen am Dienstag und Bauernschützen traf mansich bereits 1969, und die nächsten zwanzig Jahre, in der,,Bleiche" im Hof und Garten der Tante Pia, Witwe des OBLeger, die die Gruppe mit Kaffee und Kuchen versorgte undwo anfallende Pipi-Gänge erledigt werden konnten, die Wagenund Hüte geschmückt wurden und ab und an ein Gockeler amGerberbach geschlachtet wurde. Heute trifft sich die Gruppevor den Umzügen ein paar hundert Meter weiter unten in derBleicherstraße im Hof von Metzger Koch. Für den Wagen derDrecketen Mutter und für das Lager mußten kleinere Bäumeund Grünzeug in aller Herrgottsfrüh beim Förster Bammert,heute beim Förster Saiger, im Burrenwald geholt werden.Denn hinter der frechen Ausgelassenheit, wie man sie im Fest-zug und im Lagerleben erlebt, steckt eine Menge Vorbereitungund ausgeklügelte Organisation (die jedoch von jedem neuenMitglied beim Eintritt in die Gruppe als gänzlich chaotischempfunden wird).Bereits 1969 waren es, neben dem Toben und Gebrüll derGruppe, die Einbrüche während des Umzuges, die großesStaunen und Begeisterung bei den Zuschauern hervorlocktensowie weitere Untaten wie Sturm auf die Ehrentribüne, Ent-führung einiger Zuschauerinnen aus den höher gelegenenFenstern und Tauchen verschiedener Opfer in den Markt-brunnen. Die Polizisten sorgen sich heute noch um ihre Hüte,die hohen Persönlichkeiten um ihre Krawatten, die Kinderbangen und jubeln zugleich. Kommen die Soldaten mit demGefängniswagen, so ducken sich die potentiellen Einzu-sperrenden, das Blechen des Lösegeldes ahnend. Das Getöseder Zuschauer auf dem Marktplatz, wenn das Dreiergespannim Galopp, die ganze Räuberbande in einer Front hinterherden Marktplatz herunterrennt, kann kaum ein Veri-Mitglied jevergessen.Nach dem Umzug zieht die Gruppe in das Lager, um sich dortmit verdientem Hunger an einem knusprigen Braten wiederaufzubauen und die trockene Kehle anzufeuchten. Anfänglichwar das Lager neben der großen Rutsche, wo heute dieSchweden sind. Danach zog man in den Bilger'schen Gartenund seit Ende der 70erJahre wieder auf den großen Lagerplatzzurück.Im Lager wird nach dem Essen das Diebesgut aus den Ein-brüchen versteigert und die Schwarz-Veri-Musik bringt dievielen Zuschauer in Stimmung mit immer wieder neuemRepertoire. Es wird getanzt, gesungen, ab und an wird jemandin den großen Zuber eingetaucht, für die Kinder findet ein Tau-ziehen gegen die Räuber statt, und dass die Zaunplätze bereitsvor dem Ende des Umzuges besetzt sind, spricht für den Spaß,den das Publikum an diesem Spektakel hat.Eigentlich fängt die Schützenwoche für die Gruppe amSchützensamstag mit dem Besuch der Schwarz-Veri-Bandebei den Jahrgängern an. Treffpunkt für den Abend war das,,Scharfe Eck", heute im ,,Rebstock". Für die richtige Stimmungsorgt der Jahrgänger-Umzug, nach dem der Abend dann imBürgerheim mit Musik und Tanz und dem faszinierendenHypnotisieren des eierlegenden Gockelers weitergeht. Früherkündigte der Rat (Pharmazierat Rothenbacher) die Gruppe an,bevor sie mit Musik, Radau und Pistolenschüssen den Jahrgän-gern Schwung in ihren Abend brachte. In Erinnerung bleibender ,,Rat-Spagat" über Tische und die allzu lockenden Büfettswie auch die Spätzle mit Soße bei der „Jula". Die schönen Stun-den mit alten Bekannten durch alle Altersgruppen machendiesen Abend zum beliebten Schützenauftakt.Unterbrochen wird die Schützenwoche durch den Donners-tagabend, ,,Der Schwarze Veri lädt ein!", der inzwischen zumTreffpunkt zahlreicher Menschen geworden ist, die durch dieSchwarz-Veri-Musik und einer Gast-Kapelle unterhaltenwerden. Verschiedene Aktionen hat man schon für diesenAbend ausgedacht: Hochradakrobatik, einstudierte Schau-spiele, besonders mit der Kuh in Strümpfen, eine Wildsau-Vor-führung, Feuerspucken, Balken-Kämpfe und Mohrenkopf-werfen. Letztendlich besteht der Reiz des Abends in der Mög-lichkeit eines gemütlichen Beisammenseins der gesamtenGruppe mit dem Publikum.Bauernschützen bedeutet das Ende des Schützenfestes unddie Gruppe sitzt nach dem Lagerleben noch einmal zusam-men, oft erschöpft von heißen Tagen, gefüllt mit vielenanstrengenden Aktionen, oft triefend nass vom unverhofftenRegen, doch immer in einer Stimmung von großer Zufrieden-heit und innerem Glück nach einer Woche enger Freundschaftmit viel Freude und Spaß. Die Verbundenheit und Zuneigungdes Einzelnen zur Gruppe kommt in den persönlichen Beurtei-lungen der Dabeigewesenen am Ende der Festschrift deutlichzum Ausdruck.,,Nach und vor d' Schütza" gab es und gibt es weitere Gelegen-heiten, sich zu treffen, auszutauschen und zu planen, denn dieGruppe lebt durch ein Zusammengehörigkeitsgefühl unddurch Freundschaften, die das Schützenfest überdauern.Auch diese Erinnerungen sind auf den folgenden Seiten fest-gehalten.Die vergangenen 25Jahre bezeugen das Besondere der Räu-berbande des Schwarzen Veri und diese Festschrift ist derGeschichte dieserJahre, allen Mitgliedern damals und heute,den zahlreichen Freunden und Anhängern der Gruppe undallen, die dem Geist der Schwarz-Veri-Gruppe und dem Biberacher Schützenfest verbunden sind, zur Erinnerung undFreude gewidmet.Viia OttenbacherJuni 1994 d´ Vere und seine Bande von d´ Biberacher Schütza ein freies Leben führen wir Email an dr Vere Impressum OB-Design Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player. |